Wim-Hof-Atmung: Anleitung Schritt für Schritt

Die Wim-Hof-Atmung lässt sich in einer Viertelstunde lernen – wenn du weißt, worauf es ankommt. Diese Anleitung führt dich durch alle Schritte: von der richtigen Haltung über die 30 bis 40 Atemzüge bis zur Retention und dem Erholungsatemzug.

Schritt 1: Vorbereitung und Haltung

Such dir einen ruhigen Ort und setz dich bequem hin oder leg dich auf den Rücken – wichtig ist, dass Bauch und Brustkorb frei atmen können. Übe auf nüchternen Magen, am besten direkt nach dem Aufstehen. Und die wichtigste Regel zuerst: niemals im Wasser, im Stehen oder beim Autofahren üben, da es zu Schwindel oder kurzer Ohnmacht kommen kann. Schließe die Augen, entspanne Schultern und Kiefer, und nimm ein paar ruhige Atemzüge, um anzukommen.

Schritt 2: 30 bis 40 tiefe Atemzüge

Atme tief durch die Nase oder den Mund ein – erst in den Bauch, dann in die Brust – und lass den Atem ohne Anstrengung wieder los. Nicht aktiv auspressen, einfach loslassen. Wiederhole das 30- bis 40-mal in einem gleichmäßigen, kraftvollen Rhythmus. Kribbeln in Händen, Füßen oder im Gesicht und ein leichtes Schwindelgefühl sind normal und vergehen wieder. Beim letzten Atemzug atmest du noch einmal ganz tief ein und dann vollständig aus.

Schritt 3: Retention – den Atem anhalten

Nach dem letzten Ausatmen hältst du den Atem mit leeren Lungen an. Entspanne dich vollständig und spüre die Stille – viele empfinden diese Phase als den schönsten Teil der Übung. Halte so lange, wie es sich gut anfühlt, ohne zu kämpfen. Anfänger schaffen oft 45 bis 90 Sekunden, mit der Zeit wird es deutlich länger. Sobald ein klarer Atemimpuls kommt, beendest du die Retention – Ehrgeiz hat hier nichts verloren.

Schritt 4: Erholungsatemzug und weitere Runden

Atme jetzt tief ein, halte die volle Lunge etwa 15 Sekunden lang und lass dann los – das ist der Erholungsatemzug, der die Runde abschließt. Danach beginnst du direkt mit den nächsten 30 bis 40 Atemzügen. Insgesamt machst du drei bis vier Runden; eine komplette Session dauert etwa 15 bis 20 Minuten. Du wirst merken: Die Retention wird von Runde zu Runde meist länger, weil sich dein Körper einstellt.

Häufige Anfängerfehler – und wie oft du üben solltest

Die drei klassischen Fehler: zu verkrampft atmen statt locker loszulassen, die Retention erzwingen statt zu entspannen, und mit zu vollem Magen üben. Auch das ständige Zählen und Stoppen lenkt viele ab – genau dafür gibt es DeepBreathe: Die kostenlose Sprachführung zählt deine Atemzüge, misst die Retention automatisch und führt dich durch alle Runden. Übe idealerweise täglich morgens eine Session; schon drei- bis viermal pro Woche reicht, um spürbare Fortschritte zu machen.

✓ In 15 Minuten erlernbar✓ Klare Schritte für jede Runde✓ Sprachführung statt Mitzählen✓ Automatischer Retention-Timer